szmmctag

  • Rezension zu "Einfach.Für dich" von Tammara Webber

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    Worum es geht:

    Früher war Landon Maxfields Leben perfekt. Vor ihm lag eine wunderbare Zukunft – bis eine Tragödie seine Familie zerstörte. Seitdem hat er vor allem eines verloren: die Hoffnung. Doch als er am College Jacqueline begegnet, wünscht er sich plötzlich, immer für sie da zu sein. Auch wenn er damit alle Regeln bricht, verliebt er sich in sie. Und er weiß: Um mit Jacqueline zusammenzusein würde er alles wagen – sogar der Vergangenheit ins Auge zu sehen … - Klappentext randomhouse.de

    Meine Meinung:

    Bereits nach dem Lesen der zweiten Seite rief ich meinen Arbeitskollegen zu mir und meinte: "Ich kenn die Geschichte."
    Er nur trocken: "Natürlich, ist ja eh immer das gleiche, nur der Name des Autor wechselt" Nach einem Klaps gegen den Oberarm verschwand das schelmische Grinsen als er meinen ernsten Gesichtsausdruck sieht. "Im Ernst, ich kenn das hier! Ich weiss was Landon für ein Problem hat. Wie kann ich das wissen bei einem neuen Buch, das ich ausnahmsweise mal nicht auf Englisch gelesen habe?" Die Antwort? Ich habe Tammara Webbers "Einfach. Liebe" gelesen. "Einfach. Für dich" ist genau die gleiche Handlung, nur aus Landon's Sicht, ein Umstand der mir beim Anfragen des Rezensionsexemplares nicht bewusst war. Die Erkenntnis trübte meine Freude auf das neue Buch leider sehr, trotzdem wollte ich ihm eine Chance geben. Manchmal kann so ein Perspektivwechsel ja sehr gelungen sein. Ich sollte Glück haben! Das Buch weiß trotz bekannter Handlung zu begeistern. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen! Ich mochte allerdings auch das erste Buch. Wer die erste Geschichte schon doof fand wird hiermit auch nicht viel anfangen können. Angenehm fand ich auch den Umstand dass man diesen Teil als Einzelband gut lesen kann.
    Ein herzliches Dankeschön an Herrn Rothfuss von Randomhouse.de, der es möglich machte, mich vom Perspektivwechsel zu überzeugen.

    Positiv:

    - Landon ist als Figur weitaus interessanter als Jacky und dementsprechend spannender zu lesen.
    - Auch ohne Vorkenntnisse ein Lesevergnügen
    - Landon der sich verbietet eine Beziehung einzugehen, seine Gefühle aber nicht länger ignorieren kann. Großartiges Dilemma.
    - Lucas's Vergangenheit im stetigen Wechsel

    Negativ:

    - Bereits bekannte Handlung und Ende wegen "Einfach. Liebe."
    - Jacky ist auch in diesem Buch nicht mein Fall, aber zumindest kann ich besser nachvollziehen was Landon an ihr findet.

  • Rezension zu "Die Widerspenstigkeit von Glück" von Gabrielle Zevin

    Eines meiner Highlights von 2014 ist nun endlich auch auf Deutsch erhältlich!

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    Für alle die mehr wissen wollen:
    The collected works of A.J. Fikry- Die Widerspenstigkeit von Glück

  • Rezension zu "Das Sexleben siamesischer Zwillinge" von Irvine Welsh

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    Worum es geht:
    Lucy Brennan ist die härteste Fitnesstrainerin von Miami Beach - und ein Star: Seit sie dabei gefilmt wurde, wie sie per Frontkick einen Amokläufer zur Strecke brachte, kann sie sich vor Aufträgen kaum noch retten. Auch die Planungen für ihre eigene Reality-TV -Show machen Fortschritte. Doch dann meldet sich die unsichere, stark übergewichtige Künstlerin Lena Sorenson zum Personal Training bei ihr an; eine Frau, die all das verkörpert, was Lucy hasst. Langsam, aber unaufhaltsam gerät ihr erbitterter Kampf gegen die Fettleibigkeit außer Kontrolle ... - Klappentext Heyne Verlag

    Meine Meinung:
    Manche Bücher erreichen einen zur richtigen Zeit. Als ich mir den Klappentext auf englisch durchgelesen hatte, konnte ich herzlich wenig damit anfangen. Nach dem deutschen erscheinen war ich allerdings Feuer und Flamme. Dank dem Bloggerportal und der Lieben Frau Keis von Randomhouse konnte ich das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Seit kurzem habe ich eine Ernährungsumstellung gemacht und beschäftige mich mehr und mehr mit Fitness und Körper. Ich weiss nicht ob mir das Buch unter anderen Umständen gefallen hätte, jetzt hatte es allerdings einen Nerv getroffen. Bereits auf der ersten Seite hat Lucy mich mehrmals laut auflachen lassen und für sich gewonnen. Wieder eine Überraschung, war ich mir doch sicher dass meine Sympathien eher an die Übergewichtige Lena gehen würden. Aber mit den Sympathien ist es hier nicht so einfach. Welshs Figuren, wie jeder Mensch, hat gute und schlechte Seiten und er nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Darstellung der Lucy und ihre Obsession gegen die Fettleibigkeit ist richtig gehend unheimlich. Wie schnell ein Mensch sich im Strudel seiner Überzeugung verlieren kann wird deutlich als Lucy bereits in der Hälfte des Buches kaum noch identifizierbar ist mit der Lucy der ersten Seite. Die Detailfreude wird einigen Aufstoßen, da sollte man schon hart im Nehmen sein. Hart, härter, Irvine Welsh? Doch obwohl soviel abscheuliches dargestellt wird weiss Welsh zu fesseln! Wie weit wird er mit Lucy gehen um ihr Ziel zu erreichen, vor allem wenn sie wortwörtlich bereit ist ALLES zu tun? Es scheint keine Grenzen zu geben und dem Leser wird ab verlangt seine eigenen über Bord zu werfen.

    Positiv:
    - Für mich mal was ganz anderes
    - Entwicklung der Figuren

    Negativ:
    - Das Ende war dann recht enttäuschend, wenn man die restlichen 90% der Handlung schaut. Hat für mich so irgendwie nicht reingepasst.

  • Rezension zu "Vielleicht mag ich dich morgen" von Mhairi McFarlane

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    Worum es geht:
    Wiedersehen macht nicht immer Freude. Schon gar nicht Anna, die nach 16 Jahren beim Klassentreffen mit genau jenem Typen konfrontiert wird, der sie damals vor der ganzen Schule gedemütigt hat. Damals, als sie noch die ängstliche, dicke und ständig gehänselte Aureliana war. Wie wenig sie heute als schöne und begehrenswerte Frau mit dem Mädchen von einst gemein hat, wird klar, als James sie nicht erkennt. Wegen der Arbeit gezwungen zusammen zu arbeiten wartet Anna auf eine Entschuldigung, und hofft gleichzeitig dass er sie nie erkennt, denn so langsam bahnt sich eine Freundschaft an...
    - Ich wollte den Klappentext von Droemer Knaur übernehmen, musste allerdings feststellen dass dieser viele Unstimmigkeiten mit dem Buch hat, sodass ich dies hier ausgebessert habe. Droemer Knaur

    “‘I’m single, and internet dating.’ Anna winced.
    ‘Oh boy, really? I might take your advice on that at some point.’ James rubbed his neck. ‘Have you had much luck with it?’
    ‘You know when they embalm people, and they drain all bodily fluid out of them first? It’s like that, but with hope.’”

    Meine Meinung:
    "Dickes Mädchen wird dünn und will es allen zeigen" ist eine bekannte Geschichte. Wenn sie dann noch ihren Schulschwarm wieder trifft, der nicht gerade nett zu ihr war, könnte man meinen zu wissen was kommt.
    McFarlane nimmt die allseits bekannten Elemente und macht etwas sehr Charmantes und unvorsehbares daraus. Bis zuletzt weiß man nicht wie sich das Ende nun gestalten wird. Die im original Klappentext erwähnte Rache und das Heimzahlen ist nicht vorhanden, da hat jemand das Buch nicht ganz gelesen und ist seinen Klischeeerwartungen auf den Leim gegangen. Anna will nichts mit James zu tun haben und ist Arbeitsbedingt gezwungen ihn zu ertragen. Dies führt zu schönen Zickereien auf beiden Seiten. Natürlich merken beide schnell, dass sie eigentlich gut klarkommen aber eine Jugend lang gehänsel zu werden macht nicht gerade offenherzig für den Auslöser ihres größten Traumas. Zu keinem Moment denkt Anna "Dem werd ich es zeigen. Ich werde mich rächen!" sondern eher "Wann ist das hier vorbei und ich muss ihn nie wieder sehen. Hoffentlich erkennt er mich nicht."
    Auch die Klischeeliebesgeschichte fehlt hier da James in einer frischen Trennung lebt und seine Frau liebt, diese nicht verlieren will und daher das Buch über versucht diese wieder zurückzugewinnen.
    Die Figuren, allen voran James und Laurence fand ich erfrischend echt. Jeder hat seine Macken und keiner wird als Perfekt dargestellt. James, der Schulschwarm kriegt Tiefe und Ecken und Kanten. Hier gibt es kein Schwarz und Weiß, das Buch ist eine aquarellierte Grauzone.
    McFarlanes Humor, bereits in ihrem ersten Roman ein Highlight, hat sich ausgebaut und mich hier mehr als einmal zum lachen gebracht. Die eingestreuten kulturellen Referenzen sind passend platziert.
    Lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

    "All you had to do was ... nothing. And you couldn't even do that."

    Positiv:
    - Der langsame Aufbau der Freundschaft zwischen Anna und James
    - echte und vielschichtige Figuren
    - keine vorsehbaren Klischees

    Negativ:
    - bisschen viel Weight Watchers Werbung ( Geschmacksache, wird einigen vielleicht gar nicht auffallen)

    Von der gleichen Autorin: Wir in drei Worten

  • Rezension zu "Was ich dir noch sagen wollte" von Tom McAllister

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    erscheint am 15.April

    "Deine Traurigkeit hat etwas von Arroganz, diese Idee, dass alle sich für deine Lage interessieren müssen, selbst die, die ihre eigenen Verluste zu betrauern haben, selbst die, die dich und Kait ja gar nicht kennen, und das alle begreifen sollen, dass sie Kait hätten kennen müssen."

    Worum es geht:

    Hunter hat seine Frau Kait geschwängert und sie damit umgebracht. Hätte er Anthrax in ihr Essen gemischt, hätte man ihn ins Gefängnis gesteckt so aber wird er bemitleidet für sein trauriges Schicksal. Hunter verliert seinen Sinn im Leben und egal was er tut Kait ist tot und ist tot und ist tot und ist tot und kommt nie mehr zurück. Doch ein letztes Mal will er Kaits Wünsche erfüllen.

    "An manchen Tagen kannst du einfach nicht"

    Meine Meinung:

    Überraschungshit für mich. Ein sehr bekanntes Thema das es in dieser und vielen anderen Varianten schon mehrfach auf dem Markt gibt und dennoch weiß Mcallister es überraschend zu gestalten. Der Stil macht den Scharm des Buches aus, hat mich öfters überrascht und mitleidig aufseufzen lassen.

    Das Schwarzhumorige stört bei dem Thema überhaupt nicht. Hunter, der sich selbst am Tod seiner Frau die Schuld gibt und gar nicht aus der Trauer raus will, war eine angenehme Hauptfigur. Ich nehme dem Autor ab, sich mit Trauer auszukennen. Der Roadtrip durch Amerika, ein Reisender sollte erstmals sein Zuhause kennen bevor er in die Welt hinaus geht, macht das Buch zu mehr als nur ein Trauerbuch und dürfte Geschlechtsneutral zu begeistern wissen.

    Positiv:

    - Die Darstellung von Trauer

    Negativ:

    - Sherry und die Brüder werden mir ein wenig zu proletenhaft dargestellt.

    "Manchmal lastet die Traurigkeit so schwer auf dir, dass du gar keine Luft mehr kriegst."

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