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  • Rezension zu "Vielleicht mag ich dich morgen" von Mhairi McFarlane

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    Worum es geht:
    Wiedersehen macht nicht immer Freude. Schon gar nicht Anna, die nach 16 Jahren beim Klassentreffen mit genau jenem Typen konfrontiert wird, der sie damals vor der ganzen Schule gedemütigt hat. Damals, als sie noch die ängstliche, dicke und ständig gehänselte Aureliana war. Wie wenig sie heute als schöne und begehrenswerte Frau mit dem Mädchen von einst gemein hat, wird klar, als James sie nicht erkennt. Wegen der Arbeit gezwungen zusammen zu arbeiten wartet Anna auf eine Entschuldigung, und hofft gleichzeitig dass er sie nie erkennt, denn so langsam bahnt sich eine Freundschaft an...
    - Ich wollte den Klappentext von Droemer Knaur übernehmen, musste allerdings feststellen dass dieser viele Unstimmigkeiten mit dem Buch hat, sodass ich dies hier ausgebessert habe. Droemer Knaur

    “‘I’m single, and internet dating.’ Anna winced.
    ‘Oh boy, really? I might take your advice on that at some point.’ James rubbed his neck. ‘Have you had much luck with it?’
    ‘You know when they embalm people, and they drain all bodily fluid out of them first? It’s like that, but with hope.’”

    Meine Meinung:
    "Dickes Mädchen wird dünn und will es allen zeigen" ist eine bekannte Geschichte. Wenn sie dann noch ihren Schulschwarm wieder trifft, der nicht gerade nett zu ihr war, könnte man meinen zu wissen was kommt.
    McFarlane nimmt die allseits bekannten Elemente und macht etwas sehr Charmantes und unvorsehbares daraus. Bis zuletzt weiß man nicht wie sich das Ende nun gestalten wird. Die im original Klappentext erwähnte Rache und das Heimzahlen ist nicht vorhanden, da hat jemand das Buch nicht ganz gelesen und ist seinen Klischeeerwartungen auf den Leim gegangen. Anna will nichts mit James zu tun haben und ist Arbeitsbedingt gezwungen ihn zu ertragen. Dies führt zu schönen Zickereien auf beiden Seiten. Natürlich merken beide schnell, dass sie eigentlich gut klarkommen aber eine Jugend lang gehänsel zu werden macht nicht gerade offenherzig für den Auslöser ihres größten Traumas. Zu keinem Moment denkt Anna "Dem werd ich es zeigen. Ich werde mich rächen!" sondern eher "Wann ist das hier vorbei und ich muss ihn nie wieder sehen. Hoffentlich erkennt er mich nicht."
    Auch die Klischeeliebesgeschichte fehlt hier da James in einer frischen Trennung lebt und seine Frau liebt, diese nicht verlieren will und daher das Buch über versucht diese wieder zurückzugewinnen.
    Die Figuren, allen voran James und Laurence fand ich erfrischend echt. Jeder hat seine Macken und keiner wird als Perfekt dargestellt. James, der Schulschwarm kriegt Tiefe und Ecken und Kanten. Hier gibt es kein Schwarz und Weiß, das Buch ist eine aquarellierte Grauzone.
    McFarlanes Humor, bereits in ihrem ersten Roman ein Highlight, hat sich ausgebaut und mich hier mehr als einmal zum lachen gebracht. Die eingestreuten kulturellen Referenzen sind passend platziert.
    Lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

    "All you had to do was ... nothing. And you couldn't even do that."

    Positiv:
    - Der langsame Aufbau der Freundschaft zwischen Anna und James
    - echte und vielschichtige Figuren
    - keine vorsehbaren Klischees

    Negativ:
    - bisschen viel Weight Watchers Werbung ( Geschmacksache, wird einigen vielleicht gar nicht auffallen)

    Von der gleichen Autorin: Wir in drei Worten

  • Rezension zu "Was ich dir noch sagen wollte" von Tom McAllister

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    erscheint am 15.April

    "Deine Traurigkeit hat etwas von Arroganz, diese Idee, dass alle sich für deine Lage interessieren müssen, selbst die, die ihre eigenen Verluste zu betrauern haben, selbst die, die dich und Kait ja gar nicht kennen, und das alle begreifen sollen, dass sie Kait hätten kennen müssen."

    Worum es geht:

    Hunter hat seine Frau Kait geschwängert und sie damit umgebracht. Hätte er Anthrax in ihr Essen gemischt, hätte man ihn ins Gefängnis gesteckt so aber wird er bemitleidet für sein trauriges Schicksal. Hunter verliert seinen Sinn im Leben und egal was er tut Kait ist tot und ist tot und ist tot und ist tot und kommt nie mehr zurück. Doch ein letztes Mal will er Kaits Wünsche erfüllen.

    "An manchen Tagen kannst du einfach nicht"

    Meine Meinung:

    Überraschungshit für mich. Ein sehr bekanntes Thema das es in dieser und vielen anderen Varianten schon mehrfach auf dem Markt gibt und dennoch weiß Mcallister es überraschend zu gestalten. Der Stil macht den Scharm des Buches aus, hat mich öfters überrascht und mitleidig aufseufzen lassen.

    Das Schwarzhumorige stört bei dem Thema überhaupt nicht. Hunter, der sich selbst am Tod seiner Frau die Schuld gibt und gar nicht aus der Trauer raus will, war eine angenehme Hauptfigur. Ich nehme dem Autor ab, sich mit Trauer auszukennen. Der Roadtrip durch Amerika, ein Reisender sollte erstmals sein Zuhause kennen bevor er in die Welt hinaus geht, macht das Buch zu mehr als nur ein Trauerbuch und dürfte Geschlechtsneutral zu begeistern wissen.

    Positiv:

    - Die Darstellung von Trauer

    Negativ:

    - Sherry und die Brüder werden mir ein wenig zu proletenhaft dargestellt.

    "Manchmal lastet die Traurigkeit so schwer auf dir, dass du gar keine Luft mehr kriegst."

  • Rezension zu "Caroline & West" von Ruthie Knox

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    Fotos: Egmont-INK.de

    Worum es geht:

    Caroline hat nach ein paar Monaten College endlich das Selbstbewusstsein das sie braucht um sich von ihrem Freund Nate zu trennen. Nach 3 Jahren Beziehung ist sie bereit ihr Leben zu verändern. Ihr Leben verändert sich auch- nur nicht zum positiven. Kaum von ihm getrennt finden sich Nackt-, Dessous- und Blowjobfotos von ihr im Internet. Fotos die Nate von ihr gemacht hatte. Kaum ein Tag vergeht an dem sie nicht voll gespamt wird mit Mails die sie eine Schlampe nennen. Innerhalb von Sekunden ist ihr Leben, und ihr großes Ziel Anwältin zu werden, ruiniert. Während Caroline versucht ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen kommt sie West näher. West, der Drogendealer des Campus, der ihre Ehre verteidigt und Nate verprügelt hat.

    Meine Meinung:

    Good Girl wird aus der Bahn geschmissen und verliebt sich in Bad Boy, der so total schlecht für ihr Leben ist und dennoch genau das Richtige. Caroline & West hat alle Klischees die man in einem New Adult Buch erwarten würde und es macht süchtig. Ich konnte das Buch schwer aus der Hand legen, so fesselnd war das Drama. West hatte schon immer ein Auge auf Caroline (klar) und hat sich absichtlich distanziert, weil er ja nicht gut genug für sie ist (auch klar). Caro hat insgeheim wegen West mit Nate Schluss gemacht, da Wests Anwesenheit in einem Raum schon ausreichte dass sie nicht mehr sprechen konnte und endlich verstand was Begierde heißt (klar). Nate hat diese Gefühle nie in ihr geweckt. Alles recht bekannt. Ruthie Knox, auch Robin York genannt, hat das Talent die noch so bekannteste Handlung spannend zu machen. Verbotene Liebe, illegale Machenschaften und eine ordentliche Prise Erotik werden hier perfekt gemischt. Ich hatte bis zum Schluss auf einen ordentlich Plottwist gehofft, a la Nate war das gar nicht mit den Fotos, da das Buch aber nur der erste Teil einer zweiteiligen Serie ist wird in diesem Buch nicht alles auf geklärt.

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    Caroline & West - Lass mich nie mehr los, der zweite Teil, erscheint voraussichtlich am 5. Juni 2015

  • Rezension zu "Die letzten Tage der Rabbit Hayes" von Anna McPartlin

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    Worum es geht:

    Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst … - Klappentext Rowohlt Verlag

    »Grace und Davey waren entsetzt. Grace war sechsundvierzig und ihr Bruder vierundvierzig Jahre alt, doch auf einmal waren sie nur noch hilflose Kinder am Bett ihrer kleinen Schwester, die nicht wussten, was sie sagen sollte, und verzweifelt darauf hofften, dass ihre Mama alles wiedergutmachte.«

    Meine Meinung:

    Es scheint als habe McPartlin es nun nach mehreren Versuchen in die Liga von Jojo Moyes und Cecelia Aherns geschafft. Rabbit Hayes weiß zu fesseln. Ich wollte eigentlich nur mal reinschnuppern um mir den Schreibstil anzusehen, aufgehört habe ich dann erst nach 120 Seiten und habe das Buch in 2 Tagen beendet. In abwechselnden Perspektiven wird dem Leser die Leben von Rabbit, ihren Geschwistern und Eltern, sowie näher gebracht. Das Abschiednehmen, wieder gespiegelt in allen Kapiteln, auf alle erdenklichen Arten. Obwohl man durch den Titel schon weiss was einen hier erwartet schafft es Hayes dank der tollen Figuren dennoch eine ordentliche Prise Humor mit rein zu packen sodass man trotz des Themas viel zu lachen hat ( oder wie bei mir, zumindest zum Schmunzeln.)

    Die Rückblenden an Rabbits Kindheit waren sehr stimmig und helfen ein Gesamtbild der Familie zu erstellen. Vor allem Rabbits Vater gehört für mich zu einer der besten fiktiven Väter die ich bisher erlebt habe. Das Thema Religion scheint in der Familie eine große Rolle zu spielen, aber auch dieses Thema wird behutsam angepackt (Von religiös bis zum Atheist ist jede Stufe vertreten) sodass ich kaum glaube dass ein Leser sich angegriffen fühlen wird.
    Nicht das beste Buch zum Thema, aber für 2015 sicherlich ein "why not read, if you got the time".

    Mir besonders gefallen hat:

    - Davey und Juliets Beziehung zueinander
    - Rabbits Vater

  • Rezension zu "Unendlich Wir" von Amy Harmon

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    Worum es geht:

    "That was the best kiss I've ever had. So tell me what I have to do to earn another one, because embarrassingly enough, I always seem to be the girl begging for affection, and even with a broken give-a-damn, I don't know how much more humiliation I can take."

    Worum es geht:

    Bonnie Rae Shelby ist ein Superstar. Sie ist unvorstellbar reich, hat Millionen von Fans, spielt in den größten Hallen des Landes - und sie will sterben. Infintiy "Finn" Clyde ist ein Niemand. Das Einzige, wovon er etwas versteht, sind Zahlen, doch das hat ihm im Leben noch nie wirklich weitergeholfen. Sein Plan ist, nach Las Vegas zu fahren und noch einmal ganz von vorn anzufangen - aber dann sieht er das Mädchen auf der Brücke und muss eine Entscheidung treffen: ihr Leben retten oder wegsehen? Bonnie und Finn könnten unterschiedlicher nicht sein. Er will seine Vergangenheit vergessen, sie nicht an ihre Zukunft denken. Doch während sie sich gemeinsam auf den Weg quer durch die USA begeben, stellen sie fest, dass sie nicht nur viel über den anderen, sondern vor allem auch viel über sich selbst lernen können ... - Klappentext

    "What's Infintiy plus one?" asking Finn my own question.
    "It's still infintiy," Finn said.
    "Wrong. It's two." I pointed at Finn and said, "Infintiy." Than I pointed at myself and said, "plus one. That's two, genius."

    Meine Meinung:

    Ich mag Amy Harmons Stil und hab mich schon lange auf "Unendlich Wir" gefreut. Leider hat's zwischen uns nicht geknistert. Die Story ist solide und weiß auch bis zum Ende zu Unterhalten. Leider war nicht klar was Clyde an ihr mag, woher sein plötzliches Interesse an ihr kommt. Bei Amy Harmons Vor uns das Leben erschloss sich mir sofort warum Ambrose Fern mag, was sie verbindet. Bonnie & Clyde sehr wohl eine Verbindung, aber der Funke fehlt. Wenn man den beiden Hauptfiguren des Buches nicht abkauft verliebt zu sein erscheint der ganze Roadtrip ein wenig aufgesetzt. Leider kommen dann noch ein paar Fragen auf die Bonnie nicht sonderlich sympathisch erscheinen lasse. Warum ruft sie die Polizei nicht selber an und klärt die Situation auf? Warum nicht ein Interview geben damit die Presse aufhört Clyde wie einen Schwerstverbrecher darzustellen? Irgendwann sind die beiden so in Kriminalität und Anschuldigungen verstrickt, aber Bonnie interessiert sich nur dafür in Ruhe gelassen zu werden, statt Finns Ruf zu retten.

    Ich hab mir gewünscht das Buch zu mögen. Superstar verfällt Depressionen und will raus, macht sich mit einem Ex-Knacki davon, klang wie wäre es genau meine Tasse Tee. Sind die Bonnie & Clyde Referenzen anfangs noch lustig, werden sie durch Übernutzung schnell ermüdend. Aber versteht mich nicht falsch. Das Buch ist für ein entspanntes Wochenende sicherlich nett. Ich habs auch überrachend schnell gelesen und kaum aus der Hand gelegt. Also Harmon weiß den Leser zu fesseln. Von meinen hohen Erwartungen ausgehend, hatte das Buch vielleicht nicht Chance die es bei anderen Leser haben wird. Keine schlechte Lektüre und sicherlich keine Zeitverschwendung auch wenn es nicht zu begeistern wusste.

    “Maybe I'll stop looking for real now thay I've found Infinity.”

    Positiv:

    - Infinty als Name
    - Road Trip durch Amerika

    Negativ:

    - Zuviel "Bonnie&Clyde" Der Witz wird wirklich ausgenutzt
    - Kein richtiges Knistern zwischen den beiden.
    - Bibelverse und Kirchenlieder?

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