szmmctag

  • Rezension zu "9 Tage und ein Jahr" von Taylor Jenkins Reid

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    Worum es geht:
    Elisa kann ihr Glück kaum fassen, auf einmal steht ihr Traummann vor ihr. Die beiden verlieren keine Zeit, verlieben, zusammenziehen, Heirat: alles in Rekordzeit und sie sind so glücklich dass ihnen die Sonne aus dem Hintern scheint.
    Doch den beiden sind nur 10 Tage als Ehepartner vergönnt... als Ben am 10.Tag einen tragischen Fahrradunfall hat und stirbt, hinterlässt er Elise nur eine furchtbare Schwiegermutter, die nichts von Elise wusste und sie nicht aktzeptiert.
    Doch nun müssen die beiden Frauen zusammenarbeiten, ob sie wollen oder nicht.

    Meine Meinung:
    Kennt man ja zu genüge: "PS: Ich liebe dich" "Die Liste der vergessenen Wünschen", "Ein Jahr an deiner Seite"... Mann stirbt und hinterlässt eine trauernde Frau, die am Ende zu sich selbst findet und loslassen kann. Am besten noch mit einem neuen Mann im Leben. Ich finds nur doof dass der Verstorbene immer ein Gott von einem Mann war. Keine Makel weit und breit. So einen gibt es nur einmal auf der Welt und findet man nie nie nie nie wieder.
    Noch schlimmer wenn erwartet wird dass man als Ehefrau dann aber bitte nach einem Jahr drüber weg ist, ja? Das nervt doch nur die Umwelt wenn man jahrelang trauert. Warum das Buch trotzdem lesen? Wegen der unglaublich tollen Schwiegermutter gegen Ehefrau Dynamik.
    Ausserdem liest es sich wirklich gut, wie Elise und Ben sich kennenlernen und zusammenkommen. Das Buch macht Spass, trotz traurigem Thema und ja... oft gekannten Handlungssträngen.

  • Rezension zu "Aristotles and Dante discover the secrets of the universe" von Benjamin Alire Saenz

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    "Yeah, I had all kinds of tragic reasons for feeling sorry for myself. Being fifteen didn't help. Sometimes I thought that being fifteen was the worst tragedy of all."

    Worum es geht:
    Ari, Kosename für Aristotles, hasst es 15 zu sein. Kein Alter könnte schlimmer sein. Seine familie scheint etwas von ihm zu erwarten von dem er nicht weiss was und Angst hat sie zu enttäuschen. Mit den anderen Jugendlichen kann er nichts anfangen, er ist lieber alleine unterwegs. Aus langeweile nimmt er sich vor, während des Sommer schwimmen zu lernen. "Soll ich dir Schwimmen beibringen?" hört er kaum dass er im Wasser ist und findet sofort Zugang zu Dante, der neu zugezogen, und genauso einsam ist. Die beiden werden schnell beste Freunde und hoffen gemeinsam alle Geheimnisse des Universum zu lösen.

    "Another secret of the universe: Sometimes pain was like a storm that came out of nowhere. The clearest summer morning could end in a downpour. Could end in lightning and thunder."

    Meine Meinung:
    Es ist schwer über dieses Buch zu schreiben ohne zuviel zu verraten. Lest es selber!
    Über das Erwachsenwerden in den achziger Jahren, kann uns Ari viel erzählen. Ich konnte recht gut mitfühlen wie er meinte 15 wäre ein ätzendes Alter. Man spürt den Teenager in jeder Seite. Leser in meinem Alter werden sicherlich auch den Nostalgiefaktor zu schätzen wissen, wissen wir doch wie es ist, in den Achzigern aufzuwachsen.
    Suanez beschreibt eine Freundschaft die alles übersteht, sei es Unfälle oder auch Trennungen, Streitereien und neue Freunde. Wie das echte Leben so spielt, doch Ari und Dante halten zusammen.
    Lest dieses Buch. Die Charakterentwicklung ist hervorragend, der Schreibstil läd zum Träumen ein, die Handlung ist nicht vorhersehbar.

    Dies ist eines dieser Bücher, die man, egal wie alt man ist, beginnt zu lesen und dann nicht mehr hergibt, bis man es durch hat. Ich selbst habe bis morgens um 4 im Bett gesessen und war mit Ari im Truck unterwegs durch die Wüste. Ich wünschte das Buch wäre bereits Teil des Lehrplans, sodass jeder Teenager gezwungen wäre die Wörter in sich aufzunehmen. Ich wünschte dieses Buch hätte es schon zu meiner Teenagerzeit gegeben. Ich kann es nicht erwarten bis Ari und Dante den deutschen Markt erobern und ich all meinen Kunden davon vorschwärmen kann. So einfach gehalten und doch eine ganzes Universum auf 384 Seiten. Ein Musterbeispiel dafür dass Jugendbücher nicht mehr im Kinderregal versteckt werden sollten, sondern zu der Belletristik gehören. Ein 5 Sterne Buch wie man es sich nur erträumt.

    Highlights:
    - Ari und Dante sind mexikanischer Herkunft: Abwechslung zum amerikanischen Einheitsbrei.
    - Die Eltern der beiden.
    - Die Dialoge
    - Das englische Cover

    Negativ:
    - Das deutsche Cover. Ernsthaft, wer ist für diesen Mist verantwortlich? Selbst jetzt, da ich weiss wie toll das Buch ist, würde ich das Buch niemals so kaufen. Ich werde es meinen Freunden auf englisch schenken weil das Cover einfach 1000 fach ansprechender ist. Ich kann ja verstehen wenn es Probleme mit den Bildrechten gibt, aber man kann sich ja etwas schöneres einfallen lassen. Ich glaube das deutsche Cover ist momentan meine Nummer 1 der hässlichsten Buchcover in der Geschichte der Bücher. Ich hoffe, für alle nicht-Englischleser, dass es ist ein abnehmbares Cover ist sodass man wenigstens das Bild abmachen kann sobald es gekauft hat.
    Die deutsche Ausgabe erscheint am 16 Juli 2014 beim Thiememann Verlag.

    As Dante was watching me search the sky through the lens of a telescope, he whispered, "Someday, I'm going to discover all the secrets of the universe."
    That made me smile. "What are you going to do with all those secrets, Dante?"
    "I'll know what to do with them," he said. "Maybe change the world."
    I believed him.

  • Rezension zu "Weit weg und ganz nah" von Jojo Moyes

    Worum es geht:
    Jess wurde von ihrem Mann mit zwei Kindern sitzen gelassen, um sich selbst zu finden. Als Tanzie, Jess' Tochter, an einer Privatschule ein Stipendium für Mathe bekommt versucht Jess alles die fehlenden 2000 Pfund zusammenzukriegen um es Tanzie zu ermöglichen. Leider wächst Geld nicht auf den Bäumen und sie hat sich schon damit abgefunden ihre Tochter zu enttäuschen...
    Um eine Frau loszuwerden hat Ed Firmengeheimnisse ausgeplaudert und sich somit sein eigenes Grab geschaufelt. Obwohl es sich um seine eigene Firma handelt ist er nicht davor gefreit vom Firmenvorstand entlassen zu werden. Ed braucht nun definitiv eine Auszeit! In der Hoffnung durch eine gute Tat die vorherige wieder auszugleichen verspricht er Tanzie zu einem Mathewettbewerb in Aberdeen zu bringen. Als Gewinn winken 5000 Pfund. Das sollte doch zu schaffen sein!

    Meine Meinung:

    ( enthält einige Spoiler )

    Was ich bei Jojo Moyes sehr angenehm finde ist dass ihre Bücher sich immer lesen wie ein Film. Ich glaube Drehbuchautoren würden ihr die Füsse küssen da sie richtig in Szenen denkt und man im Grunde schon den Film sehen kann. Leider fand ich aber auch dass die Handlung diesmal sehr vorhersehbar ist. Wo man bei "Ein ganzes halbes Jahr" wenigstens noch ein paar Überraschungen hatte, wissen Leseratten hier bereits nach 3 Kapitel wie das Buch enden wird. Damit kann man aber leben, es ist schliesslich auch als nicht mehr als seichte Unterhaltung. Durch die ständigen Niederschläge muss man auch einen hohen Frustfaktor einplanen. Jess hält sich an alle Regeln, versucht es allen Recht zu machen, ist immer nett und optimistisch und kriegt doch immer einen reingewürgt. Das geht dann soweit bis selbst Jess nicht mehr an das "Gute im Menschen" glaubt.
    Es bleibt ausserdem alles recht oberflächlich. Trotz der jeweiligen Perspektiven fand ich persönlich keinen Zugang zu den Figuren.
    Neben dem Kopfschütteln in den frustriernenden Situationen habe ich aber auch öfters mal laut gelacht, etwas das auch nicht jeder Autor bei mir zustande bringt.
    Eignet sich hervorragend für den Urlaub!

    Positiv:
    - leichte Unterhaltungslektüre, perfekt für die sonnigen Tage
    - Roadtrip durch England!
    - Nickys Geschichte

    Negativ:
    - bleibt immer noch zu oberflächlich
    - vorhersehbare Geschichte

  • Rezension zu "The Museum of intangible things" von Wendy Wunder

    “I am a freshwater girl. I live on the lake, and in New Jersey, that's rare. The girls on the other side of town have swimming pools, and the girls in the south have the seashore. Other girls are dry, breezy, salty, and bleached. I, on the other hand, am dark, grounded, heavy, and wet. Fed by springs, tangled in soft fernlike seaweed, I am closer to the earth. Saturated to the bone. I know it, and so do the freshwater boys, who prefer the taste of salt.”

    Worum es geht:
    Hannah und Zoe, so unterschiedlich sie auch sein mögen, sind seit jeher unzertrennlich. Zoe, die flippige Flirtexpertin mit einer bipolaren Störung und eventuel auch manisch depressiv, Hannah die schüchtern und wenig von sich überzeugt ist. Beide wissen nur zu gut was sie in ihrem Leben erwartet, nämlich nichts. Hannah entstammt nämlich aus einer Linie Frauen die sich grundsätzlich nur mit Alkoholabhängigen einlassen. Dementsprechend sieht ihr Vater auch nicht ein für ihre Uni zu bezahlen, wenn sie mit 19 sowieso Schwanger und auf sich allein gestellt, oder noch schlimmer, mit dem Alkoholiker/Schläger Typ zusammen ist. Als Zoe kurz davor ist in eine Nervenheilanstalt verwiesen zu werden, schliesslich ist sie davon überzeugt dass Aliens sie demnächst wieder abholen kommen, machen die Mädchen sich Hals über Kopf auf die Flucht. Ein Roadtrip den Zoe dafür nutzt Hannah zu zeigen was in ihr steckt und dass wenigstens einer von ihnen es schaffen könnte glücklich zu sein.

    Meine Meinung:
    Seit "Flamingos im Schnee" habe ich auf ein weiteres Buch von Wendy Wunder gewartet. Soll Flamingos nur ein One Hit Wonder gewesen sein? Bereits nach wenigen Seiten war klar dass dies nicht so ist. Die Sprache ist lyrisch, lässt träumen und erschafft deutliche Bilder. Wendy weiss wie man Menschen erschafft und ihre Figuren leiden lässt. Trotz des süssen Covers ist schnell klar dass dies wieder ein ernsteres Buch, diesmal über Ängste, seelische Probleme und menschliche Abstürze, ist. Und es ist wundervoll. Mit kaum einer anderen Jugendbuchautorin kann man so schön leiden wie mit Wendy Wunder.
    Obwohl Zoe diejenige mit den Problemen ist wird schnell klar dass sie alles daran setzt Hannah etwas beizubringen. Sich selbst zu lieben, nicht alles zu ernst zu nehmen, zu lernen was sie wirklich will, ...

    Hightlights:
    - Eine Freundschaft stärker als Familie
    - Erste grosse Liebe nur als Nebenrolle, und schön eingeführt
    - Die problematischen Themen mit Witz aber ohne lächerlich zu machen

    He smiles at me, feeling the same elation I am, I can tell. I can tell because the feeling hangs between us like a rope. When you share a feeling with someone it takes on matter and weight. Even if you're the only one who can sense it, it becomes a tangible thing with properties like shape and weight an heat."

  • Rezension zu "Bienensterben" von Lisa O'Donnell

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    "Alles Frische und Ehrliche wurde ihr von knurrenden Hunden aus den Händen geschnappt, ihre Kindheit wurde verschlungen."

    Worum es geht:
    Marnie ist Fünfzehn und hat eben ihre Eltern im Garten begraben. Nachdem ihre kleine Schwester Nelly ihren Vater mit einem Kissen erstickt hat, hat sich die Mutter im Gartenhaus erhängt und hinterlässt eine riesen Sauerei die Marnie nun zu beseitigen hat. Zum Glück sind ihre Junkie-Eltern dafür bekannt die Kinder zu vernachlässigen, sodass es kaum jemanden auffällt dass die Schwestern sich alleine über die Runden bringen, wäre da nicht der perverse Nachbar Lennie der immer ein Auge auf den Mädchen hat. Der alte Schwule mit Sexualstrafregister wünscht sich allerdings nur eine Familie zum Umsorgen und so entsteht für alle ein Abkommen mit dem keiner gerechnet hätte. Nur, wie lange kann das gut gehen?

    "Sie haben sich einfach nie wegen irgendwas blicken lassen, und immer blieb alles an mir hängen, und an Nelly, als sie alt genug war. Sie waren nie für uns da, sie waren abwesend, aber wenigstens wissen wir jetzt, wo sie sind."

    Meine Meinung:
    Man sollte keine Probleme mit Fluchen und vulgärer Sprache haben, denn Marnie redet daher wie es ihr passt. Aufgewachsen mit Drogensüchtigen, hat sie einen Nebenjob als Drogenhändler und da darf man nicht zimperlich sein. Durch die drei abwechselnden Perspektiven ist es aber nicht allzu prägnant. Nelly mit ihrer vornehmen Sprechart und Lennie lockern das Buch wieder auf.
    Die Kinder gehen durch die Hölle und wir bekommen ein schönes Portrait gebrochener Psyche und der Evolution eines Menschen. Wie Nelly es als 13 Jährige schafft nicht nur mit der momentanen Situation sondern auch mit der Kindheit fertig zu werden und darüber hinaus zu wachsen ist ein Sinnbild der Hoffnung in einem Buch voller Niederlagen und Schmerz.
    Auch den Zusammenbruch eines Menschen kriegen wir gezeigt. Marnie, die immer starke Schwester, hat irgendwann ihr Limit erreicht. Vor allem Lennie ging mir sehr nah. Ich habe mich fast mehr für ihn gefreut, dass er endlich Menschen in seinem Leben hat die er lieben kann, als für die Mädchen die zum ersten Mal erleben dass sich jemand um sie kümmert.
    Eine Geschichte wie ein Puzzle, und bei jedem hinzugefügten Stück ist man geschockter über das Gesamtbild. Man glaubt irgendwie nicht mehr daran dass es noch schlimmer kommen könnte, und dann bekommt man ein weiteres Puzzlestück und die Autorin überzeugt einen dass es immer noch schlimmer werden kann.
    Nicht unbedingt für jeden, aber definitiv etwas Besonderes! Ich freue mich bereits auf das nächste Buch der Autorin!

    "Du musst nicht jeden lieben der nett zu dir ist. Menschen sollte grundsätzlich nett zueinander sein."

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