szmmctag

  • Rezension zu "The good luck of right now" von Matthew Quick

    Worum es geht:
    Bartholomew ist 39 Jahre alt und das einzige dass er bisher in seinem Leben gemacht hat war sich um seine krebskranke Mutter zu kümmern. Diese war der grösste Richard Gere Fan der Welt. Als sie stirbt beginnt Bartholomew Richard Gere Briefe zu schreiben. In denen erzählt er von seinen Erlebnissen ohne Mutter, wie Pfarrer McNamer bei ihm einzieht, er seine Lebensziele erfüllt (Bsp: mit einem gleichaltrigen ein Bier in einer Bar trinken ), Freunde findet und die Wahrheit über seinen Vater herauskriegt.

    Meine Meinung:
    Nach der Lektüre von "Goodbye Leonard Peacock" habe ich gesagt "Von jetzt an, kann Matthew schreiben worüber er will, ich werde es lesen." Dementsprechend habe ich mir das neue Buch besorgt und ohne Inhaltsidee begonnen zu lesen. Wie bei bisher allen Hauptfiguren Quick's hat Batholomew kein einfach gestrickten Charakter. Batholomow lebt nach den richtlinien Gottes und der Philosophie seiner Mutter "The good luck of right now". Wenn dir etwas schlechtes zustösst, hat jemand anderes auf der Welt Glück. Wenn ihnen Glück geschah meinte seine Mutter sie habe Mitleid mit den Menschen denen jetzt schlechtes widerfährt.
    Obwohl mir das Buch wieder sehr gut gefallen hat muss ich zugeben dass es an Handlung mangelt. Erst nach über der Hälfte des Buches kommt ein bisschen Spannung rein. Der Beginn ist aber keinesfalls langweilig, Bartholomews zurechtfinden, in einer Welt in der er nun alleine ist, und das Bestreben seine Lebensziele zu erreichen ( reichlich unmotiviert, er hofft das die Umwelt auf ihn zugeht statt selbst die Initiative zu ergreifen ) ist unterhaltsam und traurig zugleich.

    Highlights:
    - Cat fucking parliament!
    - Max
    - Batholomews Lieblingseigenschaften an Elizabeth
    - "Jesus war wahrscheinlich Bipolar gestört"

    Negativ:
    - sehr Religionslastig, mich störts eigentlich nicht, aber ich weiss dass es einige Leser stören kann ( meine Mitarbeiterin hat es genervt )

  • Rezension zu "Die Reise des Elefantengottes" von Beate Rösler

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    Worum es geht:
    Priyankas Mutter kam in den 60er Jahren nach Deutschland, seitdem hat sie nie mehr von ihrer Familie erzählt. Priyanka hat sich ihr ganzes leben gewünscht mehr über Indien und ihre Familie zu erfahren. Zu ihrem 39 Geburtstag schenkt ihr Mann ihr eine Reise nach Dehli, den Geburtsort ihrer Mutter, um es Priyanka zu ermöglichen zu ihren Wurzeln zu finden. Ohne Hilfe macht sie sich auf in ein unbekanntes Land und in eine Geschichte ungeheuerlicher als sie sich jemals vorgestellt hätte.

    Meine Meinung:
    Der erste Roman von Beate Rösler verarbeitet ihre eigenen Erfahrungen mit dem Land Indien, Dehli im speziellen. Es gibt leider einiges zu bemängeln was schriftstellerische Finesse betrifft, so werden Handlungen eingeläutet die sich verlieren und für den Verlauf unnütz sind. Das ganze ersten Drittel wird darüber gejammert ob man nun fahren soll oder nicht, was mir ein wenig zu lang war. 10 Seiten lang wird mit einer verlassenen Freundin ausgemacht dass sie Priyanka begleitet nur damit sie dann sagt; der verlorenen geglaubte Mann kam zurück. Nun kann die Freundin nicht mit weil sie lieber Zeit mit dem Mann verbringen will. Für die Reise und die Geschichte total überflüssig. Das einzige was uns diese Episode mitteilt ist dass die Freundin den Mann, der sie verlassen hat, der Freundin vorzieht. Dies wird allerdings auch nicht weiter erörtert. Diesen Umstand kann man damit verzeihen dass es das erste Werk der Autorin ist.
    Sobald Priyanka in Indien ankommt, nimmt die Geschichte fahrt auf. Hier fand ich mich verzaubert vom indischen Flair und hätte gerne mehr Seiten gehabt.
    Da ich momentan selbst in Dehli bin hab ich jede Information aufgesaugt die zu kriegen war.
    Positiv zu erwähnen ist wohl wirklich dass das Buch nicht kitschig ist und die Hintergrundgeschichte von Asha, Priyankas Mutter, schön eingearbeitet wurde.
    Leider muss ich sagen dass es viele weitaus besser geschriebene Bücher zu dem Thema Indien gibt und diese Geschichte kaum neues bietet.

    Wirklich Schade ist ausserdem dass das Ende vollkommen vermurkst wurde. Trotz dem Höhepunkt in der Mitte, der auf ein fulminantes Ende hindeutet wirkt es dann so als habe jemand gesagt "Und jetzt nur noch 5 Seiten zum Schluss und fertig". Dementsprechend wirkt das Ende abrupt, nichts wird geklärt und ich fühle mich hängengelassen. Das kann man nicht mal mehr ein offenes Ende nennen. Hier wurde einfach abgebrochen. Sehr Schade.

  • Rezension zu "Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe" von J.S. Brett

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    Worum es geht:

    Zac leidet an Leukämie und muss ganze 31 Tage in einem Zimmer hocken, abgeschirmt von allem ausser seiner Mutter. Als 17jähriger kann er sich schöneres vorstellen. Was man nicht alles tut für eine Knochenmarkspende. Als im Zimmer nebenan ein Mädchen einzieht, ist er erstmal nicht begeistert. Die hört tatsächlich 17 mal hintereinander den gleichen Song von Lady Gaga. Als sie auf sein Klopfen gegen die Wand reagiert ist er erstmal überrumpelt. Klopfer für Klopfer nähern sich die beiden langsam aneinander an.

    Meine Meinung:

    Dem Buch wurde leider, wie bei vielen Bücher in dem es um Krebs geht, vorgeworfen ein Abklatsch vom "Schicksal ist ein mieser Verräter" zu sein. Ist es nicht. Ja, es geht um zwei Teenager die Krebserkrankt sind. Damit hat es sich aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Wo John Green noch eine Prise Humor mit reinbringt legt J.S. Brett Wert auf den Ernst der Lage. Nichts wird verschönigt, die beiden sind sauer und maulig. Vor allem Mia ist ein Paradebeispiel eines Teenagers.
    Es wird sehr viel Zeit auf den Aufbau und Vorstellung der Figuren aufgebraucht. Zusammen mit der Zeit in der das Krankenhaus erklärt und beschrieben wird bleibt leider nicht mehr viel für den spannenden Teil. Der spannende Teil? Die beiden brechen aus, machen einen Roadtrip und helfen sich gegenseitig dabei ein bisschen erwachsener zu werden.
    Wer schon mehrer Bücher mit dieser Thematik gelesen hat wir keine neuen Erkentnisse gewinnen, es sind altbekannte Themen und Szenen, dennoch ein recht unterhaltsames Buch für die herbstlichen Tage. In meinen Augen kann es trotz düsterer Stimmung, die ich ja sehr mag, leider nicht mit John Green oder "Flamingos im Schnee" mithalten.

  • Rezension zu "6 uhr 41" von Jean - Philippe Blondel

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    Worum es geht:

    Philippe nimmt normalerweise nie den Zug um 6 Uhr 41 nach Paris. Doch sein bester, und vielleicht einziger, Freund liegt im Sterben und er muss sich beeilen. Cecile hätte eigentlich schon Sonntag Abend heimfahren sollen. Je mehr sie drüber nachdenkt desto besser wäre es gewesen. Die Zusatznacht bei ihren Eltern hat keinem was gebracht, sodass sie nun mit dem ersten Zug nach Paris flüchtet. Der Mann der sich neben sie setzt erkennt sie sofort; Philippe Leduc, eine alte Liebe aus Studienzeiten. Auch Philippe erkennt Cecile sofort wieder. Während beide sich daran erinnern was sie auseinander getrieben hat steht eine Frage im Raum; Werden sie sich ansprechen?

    Meine Meinung:

    Klingt doch romantisch, die alte Liebe im Zug überraschend wieder zu treffen. Die Covergestaltung weiss ebenfalls zu überzeugen, das Hörbuch von Andrea Sawatzki und Christian Berkel gesprochen. Zu gut um wahr zu sein?
    Ein bisschen. Wir dürfen nicht vergessen dass es von einem Französen geschrieben wurde. Obwohl Frankreich, und vor allem Paris, für Romantik und Liebe bekannt ist, sind Frankreichs Autoren alles andere als das. Marc Levi zählt da nicht, der ist schon so amerikanisiert dass er kaum noch französisch ist.
    So entpuppt sich Cecile und Phillippes Reise als beklemmend, rückblickend auf eine desaströse Trennung und ein unzufriedenes Leben.
    Wer kein Problem mit negativen Schwingungen hat wird trotzdem Spannung darin finden herauszufinden ob die Beiden es schaffen sich anzusprechen, sich auszusprechen und wer weiss... vielleicht diese Begegnung der Beginn von einem Neuanfang ist.
    Ein kleines Buch für nebenbei!
    Für den ultimativen Genuss würde ich allerdings eher zum Hörbuch raten.

    Positiv:

    - nicht kitschig
    - unvorhersehbar
    - die Figuren legen keinen Wert auf Sympathie vom Leser
    - Die jeweiligen Gedanken werden gut beschrieben, manchmal auch springend, so wie das beim Denken halt mal vorkommt

  • Rezension zu "Der Fünfzigjährige der nach Indien ging und über den Sinn des Lebens stolperte" von Mickael Bergstrand

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    Ganz ehrlich, ich ertrage das Marketing nicht mehr und bin so weit weitere Bücher mit Titeln in dem Stil einfach zu ignorieren.
    Das Buch ziehlt ganz genau auf die Zielgruppe des hundertjährigen wobei inhaltlich überhaupt keine paralelen herrschen. Als der Titelaufbau garant für Verkauf. Ich habe mich echt schon geweigert das Buch näher anzusehen nur wegen des Titels. Wir im laden haben es nur "Der Fünfzigjährige blablabla" genannt. Erst als ich (nach mehreren Tagen ) mal bemerkte dass Indien im Titel vorkam hab ich mir den Klappentext angesehen. Und siehe da, das Buch klingt gar nicht mal so schlecht wenn man die Marketingstrategie ignoriert. Da ich auch demnächst nach Indien reise fand ich es natürlich interessant über Görans Erfahrungen zu lesen.

    Worum es geht:

    Göran ist ein (wie der Titel ja schon verrät ) fünfzigjähriger Schwede der gekündigt wurde. Seit 8 Jahren geschieden, und mit nur mäßigem Kontakt zu seinen Kindern, hält ihn nichts in Malmö. Nach ein wenig Überzeugung seiner Freunde beschließt er sich einer Reisegruppe seines Kumpels nach Indien anzuschließen. Erstmal dort, scheint das Land ihn nicht mehr hergeben zu wollen und Göran lernt die Schönheit des Landes und vor allem Preeti kennen.

    Meine Meinung:

    Altrocker wird zum ersten mal aus seiner Routine gerissen und lernt dadurch wieder Freude am Leben zu empfinden. Außerdem spielt die Liebe eine große Rolle, da er trotz Scheidung nie über seine Mia hinweg kam. Indien ist natürlich Mittelpunkt der Geschichte. Mit den Augen Görans werden wir durch Yogi, seinen neuen Freund, mehr und mehr in die indische Philosophie und Lebensweise eingeführt. Anschaulich erklärt Yogi warum es 5 Verkäufer an jeder Kasse geben muss und der Türsteher außerdem noch den Einkauf kontrollieren soll.
    Während es anfänglich danach aussieht als gehen es nur um Göran und seine neu gefundene Liebe wird recht schnell noch ein weiteres Ziel seiner Reise klar. Shahrukh Khan! Den will er zum Exklusiv Interview treffen um seine Geliebte zu beeindrucken!
    Irrwitzige zusammenkünfte und Unternehmungen entstehen um Göran zu Indiens Waschbrettbauchs Nummer 1 zu bringen!
    Gegen den Schreibstil kann man nichts sagen. Bergstrand weiss wie man eine Atmosphäre aufbaut und wenn Göran von den Gerüchen und Geräuschen Indiens erzählt kann man sich leicht vorstellen schon da zu sein.
    Ich kann nicht einschätzen wieviel Spass oder Unterhaltung man an dem Buch hat wenn man nicht an Indien interessiert ist. Ich glaube leider auch nicht dass die Taktik auf den Hunderjährigen anzuspielen so gut ist, da ich kaum glaube dass Leser des einen Buches auch notgedrungen dieses hier gut finden werden. Im Gegenteil, ich glaube das Buch könnte deshalb zu unrecht als "schlechtes Buch" betitelt eben weil die Leser sich etwas anderes Erwartet haben.

    Positiv:
    - Indien durch die Augen eines Touristen

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