szmmctag

  • Sticky Liebe Blog.de Freunde und Leser von Gackelchensblog

    Schon länger hab ich an eine Neuorientierung gedacht und nun hat mir Blog.de die Entscheidung abgenommen.
    Gackelchens love for books wird umziehen.
    Ich werde vorerst noch weiterhin hier meine neuesten Entdeckungen aus der Buchwelt präsentieren, dennoch auch schon mal meine Fühler ausstrecken.

    Habt ihr Favoriten?
    Wie sind die Meinungen zu Wordpress oder Blogspot?

    Ich hab mir die Frage gestellt wie viel von den bereits vorhandenen Buchbesprechungen mit umziehen sollen.
    Wäre es für euch in Ordnung, wenn ich in dem neuen Blog keine alten Buchbesprechungen mitnehme? Also so einen richtigen Neuanfang starte?

    Ich freu mich auf eure Meinungen!

  • Rezension zu "Die Anatomie der Nacht" von Jenn Bennet

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    Worum es geht:

    Vielleicht lernt man solche Jungen ja nur zu später Stunde kennen. Im Nachtbus, wenn man die letzte Bahn verpasst hat und nur hoffen kann, dass Mom auch noch nicht zu Hause ist. Wenn ganz andere Leute unterwegs sind als sonst. Zum Beispiel dieser Typ mit den schwarzen Klamotten, der aussieht, als wolle er den nächsten Schnapsladen ausrauben. Doch Bex stellt fest: Jack ist kein Kioskräuber. Er ist der Graffitikünstler, der seit Wochen San Franciscos Bauwerke mit riesigen goldenen Buchstaben verziert. Aber das hält nicht jeder für Kunst; genauso wie nicht jeder Bex‘ anatomische Studien schön findet.
    Bei Tag und bei Nacht, auf den Dächern der Stadt und in den Tunneln der U-Bahn wächst ihr Vertrauen zueinander. Und zwischen ihnen erblüht die Liebe. -Klappentext Carlsen Verlag

    Meine Meinung:

    Night Owls, oder wie das Buch auch noch heisst "The anatomical shape of a heart", hat mich im englischen alleine durch einen Satz im Klappentext dazu gebracht mich näher damit zu befassen:
    "Earth to Beatrix: This was the night bus, not a journey song. Two strangers were not a midnight train going anywhere."

    Ich finde der Abschnitt sagt einiges aus. Liebesgeschichte zu erwarten mit meiner Sorte Humor. Die Referenz zeigte aber auch, dass das Buch, obwohl es ein Jugendbuch ist, vom Humor her auch eine ältere Generation ansprechen wird.
    Dass es dann noch um Kunst geht hat es besiegelt. Dieses Buch musste gelesen werden und wie hab ich mich gefreut als meine Erwartungen übertroffen wurden.
    Jenn Bennetts erster Versuch an einem Jugendbuch ist für mich ein voller Erfolg.

    Die Haupthandlung, neben Bex und Jacks Liebesgeschichte konzentriert sich, dank bex Ich-Perspektive, auf ihre Vorbereitung auf den Kunstwettbewerb. Diesen muss sie gewinnen um genügend Geld für ihre Uni zu erhalten. Dieser Umstand bringt eine kleine Nervosität zu Stande, ein Nervenkitzel der nur noch von Jacks Sprayaktionen getoppt wird. Mehr als einmal entkommt er der Polizei nur knapp. Doch wieso sich eines Verbrechens schuldig machen wenn nicht für den Ruhm in der Szene? Was es mit Jack und seinen goldenen Wörtern auf sich hat ist ein zweiter packender Handlungsstrang.

    Die Anatomie der Nacht bringt unkontrolliertes "vor sich hin lächeln" zustande. Hier wird geschmachtet, ja auch zu Herzrasen kann es mal kommen. Es gibt sicherlich keine (oder nur sehr wenige) Teenager die sich so unterhalten wie es Jack und Bex tun, aber wie ein überdrehter Film genießt man dieses Feuerwerk von Sprachwitz, badet darin, statt es übertrieben zu finden.
    Bex Vorliebe für anatomische Zeichnungen geben dem Buch eine morbide Note, die herrlich in zu der alternativen Liebesgeschichte passt. Allgemein ist Bex eine gut funktionierende Hauptfigur. Wird sie zwar auch mal gemobbt in der Schule kam mir beim Lesen nie das Gefühl sie wäre die Aussätzige, sie hält sich nicht für besser oder wirkt arrogant. Zur Abwechslung auch mal schön dass sie mit ihrem Aussehen dem Jugendbuchmädcheneinheitsbrei hervorsticht.
    Wie so üblich kommt Jack leider als perfekter Schönling daher, dennoch weiss Jenn Bennet ihn hinreisend wirken zu lassen.
    Dass hinter Jacks Sprayen mehr steckt als seine Tags in der Stadt zu hinterlassen ist dem Leser schnell klar und das herausfinden hinter seiner Motivation macht Spass und lässt einen auch mal länger lesen als man wollte. Trotz der sprachlichen Schlagfertigkeit der beiden, wirken sie in den nötigen Situationen immer noch wie Teenager.
    Das Tempo war ein weiteres Highlight für mich, obwohl sich Bex und Jack schon im ersten Kapitel über den Weg laufen fand ich den Beziehungsaufbau sehr angenehm.
    Der Humor sollte auch noch mal hervorgehoben werden, hat mich das Buch mehrfach laut auflachen lassen.
    Vor allem Jack hat ein paar gute Pointen auf seiner Seite.

    Dank der wundervollen Darstellung der Familien ist das Buch mehr als "nur" eine Liebesgeschichte.
    Beide Familien haben ihre Probleme, die mir nie als "over the top" vorkamen, wobei man es sehr wohl so empfinden könnte, doch die Autorin weiß die Themen perfekt einzubauen.
    Mit Jacks Familie schafft sie mehrfach überraschende Wendungen, wer glaubt zu wissen was hinter verschlossenen Türen passiert, irrt sich.
    Ich hätte mir schon mehr zu Jacks Eltern gewünscht, obwohl eine Entwicklung zustande kommt. Dass Bex' Familie im Vordergrund steht erklärt sich natürlich dadurch, dass Bex die Geschichte erzählt.

    Night Owls ist keine hohe Literatur, dennoch hat es das Potential ein Lieblingsbuch zu werden. Es ist definitiv eines der besseren Bücher die ich dieses Jahr gelesen habe und ich kann mir vorstellen es noch mehrmals wieder zu lesen. Ein wundervoll schrulliger Start von Bennett im Jugendbuchbereich. Diese Autorin werde ich definitiv im Auge behalten.

  • Empfehlung zu "Herrlichkeit" von Margaret Mazzantini

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    Wir waren jung, allesamt

    Worum es geht:
    Eine Geschichte vom Verlieren und wiederfinden.
    Guido und Costantino wachsen im selben Palazzo auf, stammen jedoch aus völlig unterschiedlichen Milieus. Guido ist ein einsames Kind des Bildungsbürgertums, das, der Obhut wechselnder Hausmädchen überlassen, jeden Abend sehnsüchtig die eigene Mutter erwartet. Costantino lebt als Sohn des Hausmeisters im Souterrain. Mit Herablassung beobachtet Guido Costantinos Anstrengungen, die Schule zu meistern, und zugleich bewundert er heimlich dessen Entwicklung zu einer kräftigen männlichen Erscheinung. Auf der Abiturfahrt erleben die beiden eine rauschhafte und intensive Zeit, bis sie schließlich einander und sich selbst ihre wahren Gefühle gestehen. Kurz danach verlieren sie sich aus den Augen. Guido geht nach London, heiratet und hat bald eine Familie. Costantino bleibt in Rom und betreibt ein Restaurant. Doch immer wieder kreuzen sich ihre Wege, flammen ihre Gefühle füreinander wieder auf. Können die beiden die sein, die sie sein wollen? - Klappentext von dumont-buchverlag.de

    Er dachte nach, oder vielleicht starb er auch wie einer dieser grossen Fische, die aus fernen Meeren auftauchen.

    Meine Meinung:
    Gewagt das Buch, aus der Sicht des Antihelden Guido. Nichts an ihm ist liebenswert, doch kein Leser kann ihn mehr hassen als er sich selbst, sein größter Feind im Spiegel. Guido ist unser Führer in diese verbotene Liebe, verleugnet er seine ganze Jugend hindurch was ihm fehlt. Constantino ist erstmals die treibende Kraft und doch dreht sich alles um Guido. Guido, der seit er sich erinnern kann, zwar gut situiert, aber in einem schwarzen, alles verschlingenden Loch lebt, aus dem er nicht herauszukommen scheint. Fehl am Platz, ein Vakant in seinem unschönen, eigenartigen Körper. Glaubt man noch es liegt an seinen Teenagerjahren wird schnell klar, Guido lebt in Düsternis, verbringt sein Leben als suchender nach etwas das nicht existiert. Von allen Künstlern, ist er überzeugt Van Gogh sei ihm mental am nächsten, Kafka gleiche ihm vom aussehen.
    Das erste Mal zwischen Constantino und ihm lässt ihn kurzzeitig glauben angekommen zu sein, endlich da zu sein wo er hingehört. Doch Mazzantini weiß mehr über das Leben als den Leser mit dem Klischee der alles heilenden Liebe zurückzulassen.
    Das Buch ist Guidos bedauern, seine Art Absolution sich selbst gegenüber, über alles was er falsch gemacht hat.
    Sein Leben lang schien er nur mit Constantino zusammen sein zu wollen und das Leben, sowie viele Fehlentscheidungen, kam dazwischen. Dies ist ein, für mich, sehr schöner Teil des Buches. Dieses ewige "Wir gehören zusammen" wobei beide in ihrer Verzweiflung versuchen sich wegzustoßen, nur um dann sehnsüchtig wieder zueinander zu finden.

    Mazzantini streift in Guidos Biografie ein paar wichtige Zeitabschnitte an. 70er Jahre im patriarchalischen Italien, beide sind Teenager und fangen an sich Fragen zu stellen zu einer Zeit in der man Homosexualität totschwieg. Das Leben als Bisexueller. Später als Guido erwachsen und verheiratet ist, die Entdeckung von Aids, und die Angst davor. Noch später die Möglichkeit öffentlich auszuleben, was man sich früher niemals getraut hätte, und den Preis dafür zu zahlen.

    Das Buch, und vor allem Guido in seiner Selbstzerstörung, hat mich sehr oft an Yngve aus dem Irrläufer, ein norwegischer Roman von Gudmund Vindland, erinnert. Ein kleiner Tipp am Rande für Leser, die "Herrlichkeit" mochten. Beides Jungen die sich in den 70er / 80er ihrer homosexuellen Neigungen bewusst wurden, beide mit dem Kampf dagegen, und für Normalität. Yngves Selbstzerstörung ist explosiver in der Natur als Guidos, der sich über Jahre hinweg sanft Richtung Tod bewegt, deswegen fühlte sich Guidos Leidensweg realer an. Alkohol und Drogen spielen für beide eine mehr oder minder wichtige Rolle im Leben.
    Real ist auch das nächste Schlüsselwort, Mazzantini gibt dem Leser das Gefühl der Echtheit. Keine Fiktion, nein, hier leiden Menschen. Wie konnte sie als Frau wissen, wie sich homosexuelle Männer fühlen?
    Ihre Antwort: "Das hat damit zu tun, dass ich besonders am Anderen interessiert bin, an dem, was sich von mir unterscheidet. Und die homosexuelle Liebe ist bewusster, es steckt ein größeres Leiden dahinter, man muss einen Teil von sich akzeptieren, der nicht so leicht zu ertragen ist, vielleicht auch, weil dieser Teil extremer ist. Es ist also zunächst schwerer, man selbst zu sein. Es gibt ein zusätzliches Hindernis. Andererseits glaube ich, dass ein Schriftsteller die Fähigkeit haben muss, in ein anderes Leben zu schlüpfen und einen Lebensweg zu konstruieren, der nicht der eigene ist." - Zitat von NDR.de / Katja Lückert

    Wie viele schwule Männer zu der Zeit, versteckten sich beide in einer Ehe, hoffen darauf, dass ihre Gefühle erlöschen und das Familienleben sie heilt. Die Liebe und den Respekt den Guido seiner Frau gegenüber bringt, ist zwar glaubhaft, aber auch nur solange vorhanden wie Constanino von der Bildfläsche verschwunden.
    Ein weiteres schönes Puzzleteil dieser Geschichte ist die Darstellung der Ehe. Trotz ihrer Unzulänglichkeiten scheinen beide ihre Familien zu lieben. Es ist kein Versteck, es ist ein Zuhause, aus Gewohnheit und Erziehung entstanden, aus Angst vor der Alternative, aber dennoch ein Zuhause.

    Das Buch bietet dem Kenner des Genres vielleicht keine neuen Einsichten, weiß sprachlich aber zu fesseln. Die Thematik, momentan wegen der Einführung der Homoehe, natürlich sehr aktuell. Dazu kommt, dass Mazzantini mit Guido und Costantino keine üblichen Helden ins Rennen um die Gunst des Lesers schickt. Sie sind nicht Liebenswert und man braucht recht lange bis man sich für Einen oder beide erwärmen kann. Es ist eine Kunst, den Leser am Ende, mit dem Antihelden mitleiden zu lassen. Eine Kunst die Margret Mazzantini beherrscht.

    Ich sehe ihm zu, und er macht es. Macht drei Schritte und einen Hüpfer. Und dieser Hüpfer sind wir, glaube ich.

  • Empfehlung zu "Lady Afrika" von Paula Mclain

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    Worum es geht:

    Die Frau, die den Himmel bezwang

    Aufgewachsen als Tochter eines Lords im afrikanischen Busch, interessiert sich die junge Beryl nicht für Seidenkleider und Etikette. Dafür ist sie stark und mutig wie ein Kipsigis-Junge und hat von ihrem Vater alles über Rassepferde gelernt. Doch im britischen Protektorat – dem späteren Kenia – der vorigen Jahrhundertwende ist kein Platz für solch ein ungezähmtes Mädchen. Bis sie in Karen Blixen eine Seelenverwandte findet – und in deren Geliebtem, dem Flieger und Großwildjäger Denys Finch Hutton, das Abenteuer ihres Lebens.

    Die Autorin des internationalen Bestsellers „Madame Hemingway“ erzählt in diesem großen Afrika-Epos die wahre Geschichte der Flugpionierin Beryl Markham, die als erste Frau den Atlantik überquerte. - Klappentext von Aufbau-verlag.de

    “We’re all of us afraid of many things, but if you make yourself smaller or let your fear confine you, then you really aren’t your own person at all—are you? The real question is whether or not you will risk what it takes to be happy.”

    Meine Meinung:

    Mit Paula Mclain halte ich es nach Madame Hemingway wie mit Anne Fortier nach Julia; das Thema des neuen Buches interessiert mich nicht, ich werde einfach alles lesen, was sie schreibt. Mit Beryl Markham hatte ich mich bisher auch nicht beschäftigt. Ich wusste nach der Klappentextlektüre nicht wirklich was ich von der Idee einer Biografie über diese Frau halten sollte, konnte ich mit der Thematik so gar nichts anfangen, mal abgesehen davon dass es eine starke Frau im Vordergrund hatte.
    Aber Paula Mclain kann schreiben. Ich hätte niemals zweifeln dürfen!

    Einer Liebeserklärung gleich beschreibt sie Afrika und verzaubert den Leser so sehr,dass man das Gefühl hat selbst Barfuß über die heiße Erde zu rennen.
    Man spürt die Faszination und Zuneigung der Autor gegenüber Beryl, die es dem Leser manchmal nicht einfach macht ihre Entscheidungen nachzuvollziehen. Bewundernswert fand ich, vor allem, wie sie sich Treu blieb, und immer wieder zu sich selbst fand.

    Das Leben in Afrika, in der kleinen englischen Gemeinschaft, in der jeder jeden kannte. Frei von den Zwängen Grossbritanniens wurde unter der glühenden Sonne gelebt und geliebt. Die Frauen liebten selten ihren Ehemann, und wie es bei Mclain scheint, fast alle Denys Finch Hatton.
    Wie bereits in Madame Hemingway wurde hier wundervoll recherchiert. Diese romantisierte Variante der Geschichte brachte selbst Geschichtsmuffel wie mich zum begeistertem Googeln. Von Beryls Kindheit, ihrer Freundschaft zu Kibii, einem Kibsiskrieger, bis hin zu ihren Affairen bricht Beryl Grenzen, die anderen ihr setzen wollten. Ein Buch über eine starke, nicht unterzukriegende Frau, die ihren Mann stand.

    “Things come that we never would have predicted for ourselves or even guessed at. And yet they change us for ever.”

    Leider ist der Klappentext im englischen ein wenig Irreführend. Habe ich eine Geschichte darüber erwartet wie Beryl sich ins Fliegen verliebt und sich in einer Männerwelt durchsetzt, ist der Fokus der Geschichte auf das "Vorher". Was erlebte Beryl bevor sie flog? Eine ganze Menge, und fast ausschließlich hat es mit Pferden zu tun. Im Grunde ist es ein Pferderoman. Ein Frauenschicksal, ähnlich der Stefanie Gercke oder Sarah Lark Romane, die in einer fremden Welt ihr Glück findet, hier mit Pferdezucht. Wer das nicht weiß, wird wie ich ungeduldig auf das Flugzeug warten. Wenn man das Flugzeug und das Fliegen aber vergisst, ist es ein unglaublicher Abenteuerroman mit einer facettenreichen Hauptfigur!

    Jetzt beginnt das Warten auf das nächste Buch der Autorin, mal sehen womit sie uns diesmal überrascht.

  • Rezension zu "Als Schisser um die Welt" von Jan Kowalsky

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    Worum es geht:
    Der Schisser liebt seine Couch und seine Frau. Seine Frau liebt Abenteuerurlaub und so verlässt der Schisser seine geliebte Couch um seiner noch mehr geliebten Frau ins Abenteuer zu Folgen. Dies sind die Erzählungen von einem der mitmusste.

    Meine Meinung:
    Na, mitmusste suggestiert ja, dass er keine Wahl gehabt hätte, dem ist aber nicht so. Hätte ja gut zuhause bleiben können. Für den Leser wirken seine Erfahrungen natürlich lustig, seine Überlegungen und Aktionen haarsträubend und bringen den Leser zum laut auflachen. Armer Tropf, was "muss" er alles über sich ergehen lassen.
    Ich, als Vielreisender, habe mich eher mit der Frau identifiziert, fand einige Trips so gar nicht exotisch (New York & Kanada?!) und hab mich mehr mit der Frage beschäftigt: "Wie bleibt sie so chill?" Mit einem Schisser an meiner Seite wäre ich bereits nach der 2. Reise ausgerastet. Jemand der dir alles madig macht bevor du dein Zuhause verlassen hast. Ein Pessimist wie er im Buche steht, denn DU , ja DU kriegst Malaria in Bali. Ich hätte ihn nirgends mehr mitgenommen.
    Ich musste mir beim lesen mehrmals sagen "Der fährt nicht mit dir weg, Sarah muss mit ihm klarkommen" und dann konnte ich auch gut über ihn lachen.
    Vor allem das China Kapitel hat mir dank Wolf sehr gut gefallen. Was hab ich gelacht, Wolfgang ist für mich ein Traumbegleiter für eine Reise. "Kee Bleedzin mei, ok?!"
    Ja Wolf, sags ihm!
    Die Frage die sich mir gestellt hat: Ist das Buch auch lustig wenn man selbst noch nicht am Peking Airport steckenblieb, noch nicht in Japans Nattogenuss kam?!
    Ist es! Ich hab zwar mehr Spass mit den Szenen gehabt, die ich auch erlebt hatte, das heisst aber nicht, dass ich nicht auch die Situationskomik der für mich unbekannten Reisen nachvollziehen kann. Arbeitskollegen die noch nicht in Japan oder Afrika waren, haben auch bei diesen Geschichten gelacht, wenn es denn lustig war. Das Buch hat leider auch seine unlustigen Momente und gegen Ende hin wurde mir der Schisser äusserst unsympathisch. Aber finde mal Eines das von vorne bis hinten zum ablachen ist!
    Laut aufgelachen gibt es bei mir selten, aber alleine Wolfs Auftritte haben das öfters geschafft als alle meine 2015 gelesenen Bücher zusammen.
    Ich bin mich mal eben gegen Malaria impfen.

    Negativ:
    - Der Schisser bekommt von seinem besten Kumpel ein Familienerbstück mit auf den Weg. Er kommt damit allerdings nicht klar ( Physisch nicht psyschich ) und knallt's Abends in den Müll. Diese Handlung hat den Schisser für mich ruiniert. Auch wenn er nicht mit dem Kleidungsstück klarkommt, es ist ein Familienerbstück das man ihm Zeremional überreicht hat und schon Generationen überstanden hat. Und mit so einer Respektlosigkeit wird es gedankt. Wie kommt man auf die Idee eine Leihgabe in den Müll zu pfeffern, nur weil man sich dran Wund gescheuert hat? Der Wutausbruch des Freundes später im Kapitel wird abgetan mit "Er wird mir schon wieder verzeihen".
    Von dem Moment an, war jede Sympathie meinerseits, für den Schisser verflogen.

    Frage: Wie kann man jemanden Heiraten und nicht schon vorher wissen dass die Frau gerne Abenteuerurlaub macht? Waren die nie vorher in Urlaub? Und wenn man es wusste warum wird dann so ein Trara draus gemacht, dass die Frau gerne "exotisch" verreist?

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